Fotografie: Jean Luc Valentin

Dyskalkulie-Förderung an der CMS

6 · 4 = ?, 7 · 8 = ?, 40 · 8 = ?

Die Welt der Zahlen ist nicht jedermanns Sache - fast jeder hat schon einmal über Mathematik gestöhnt.

Doch rund 4 bis 6 % der Schulkinder trifft es noch viel schlimmer: Sie leiden an Dyskalkulie und haben schon frühzeitig große Schwierigkeiten im Fach Mathematik. Sie haben Probleme mit den grundlegenden Rechenfertigkeiten, obwohl sie keine intelektuellen Defizite haben. Sie verstehen beispielsweise nicht, was die Rechenarten inhaltlich bedeuten. Auch der Mengenbegriff oder das Stellenwertsystem sind für Kinder mit Dyskalkulie ein Rätsel. Sie kompensieren ihre Schwierigkeiten häufig durch Auswendiglernen oder lösen Aufgaben unter Zuhilfenahme der Finger durch reines Zählen.

Hier an der CMS werden die Kinder mit solch einer Rechenschwäche individuell in einem zweistündigen Kurs wöchentlich gefördert: So wird beispielsweise das 1x1 gelernt und rhythmisiert, Additions- und Subtraktionsaufgaben mit Hilfe einer Zahlenkette gelöst, sowie Vorgänger und Nachfolger ermittelt oder aber selbstständig, je nach Lerntempo, an Aufgaben gerechnet. 

Eine typische "Dyskalkuliestunde" kann man sich wie folgt vorstellen: 
Zunächst rechnen sich die Schülerinnen und Schüler,  ähnlich wie im Sportunterricht, „warm“, wofür jedem sein persönliches 1x1-Heft zur Verfügung steht. Dabei lösen die Schülerinnen und Schüler  in einer Minute ca. 20 1x1-Aufgaben und kontrollieren sich selbstständig jeder für sich mit der Hilfe von dazu speziell angefertigten Karteikarten. Anschließend ermitteln sie ihre erreichte Punktzahl und tragen diese in ihre Punktetabelle ein. Dadurch erfahren sie prompt Rückmeldung zu ihrem individuellen Lernstand. Danach wiederholen und üben die Schülerinnen und Schüler gemeinsam 1x1-Reihen, was regelmäßig auch in Form kleiner Rechenspiele erfolgt. Im zweiten Teil der Stunde wird meistens in einem Förderheft selbstständig gearbeitet, so dass die Lehrkraft die Möglichkeit hat, sich individuell und fallspezifisch um die Schülerinnen und Schüler zu kümmern.

Abschließend werden zum Ende der Stunde verschiedenen Rechenspiele gespielt, damit die Schülerinnen und Schüler Spaß und Freude am Rechnen gewinnen bzw. gewonnene Lust daran nicht verlieren. 

Please publish modules in offcanvas position.

Free Joomla! template by L.THEME